Sauberes Delitzscher Land“ e.V.

Dienstag, 7. August 2007

An:
Leipziger Volkszeitung
Herrn Ditmar Wohlgemuth
Rossplatz 5
04509 Delitzsch
Fax 034202/3850-19


Meinungsäußerung des Bürgervereins zum Leserbrief Unkontrollierte Angriffe werden bedauert, mit der Bitte um ungekürzte Veröffentlichung.


Rubrik: LESERBRIEF

Zum Dialog gehören auch Sachlichkeit und Fakten

Gut dass die Diskussion um kommunale Betriebe und damit verbundene Belastungen für die Bürger des Delitzscher Landes begonnen hat. Der Leserbrief von Frau Rosita Reiche aus Delitzsch, am 7. August 07 in der LVZ abgedruckt, zeugt davon. Auch das Rundtischgespräch am vergangenen Freitag bot für alle Interessierten eine Möglichkeit zum Dialog. Fakten kamen zur Sprache, die zu berechtigten Befürchtungen und notwendigen Fragen Anlass geben. Das Spektrum der Teilnehmer reichte von Rechts bis Links. Die Diskussion verlief sachlich. Auch Mitarbeiter der KWD hätten an dieser öffentlichen Veranstaltung teilnehmen können. Ist die KWD denn kein teilkommunaler Betrieb? Hat also der Bürger kein Recht zu hinterfragen, was mit seinen Gebühren geschieht? Fast hat man den Eindruck, dass bei manchen Mitmenschen diese Bürgerrechte nicht gern gesehen werden.

Woher kommt der Vorwurf „unkontrollierter Angriffe“? Im Gegenteil, viele brennende Fragen werden durch aufwendig zusammengetragene Belege dokumentiert. Frau Reiche, aber auch andere Interessierte sind gern dazu eingeladen, sich davon zu überzeugen.

Dass Mitarbeiter der KWD in Sorge sind, ist doch verständlich. Viele Mitteilungen erreichen den Verein, über unwürdige Arbeitsbedingungen an den Sortierbändern, Umsetzungen, scheinbar willkürliche Kündigungen etc. erzeugen ein miserables Arbeitsklima. Wenn noch einige Mitarbeiter/-innen voller Hochachtung zu den Managern der Firma stehen zeigt es die Vielschichtigkeit der Standpunkte.

Dabei können die Kritiker der Anzeigen gegen die Geschäftsführung der KWD gern sowohl die Anzeigen, als auch die Einstellungstexte auf der Homepage des Vereins lesen. In der Folge der Anzeigen hat es zweifelsfrei positive Veränderungen gegeben. Denken wir dabei nur an die Schädlingsbekämpfung im nun vollständig beräumte Zwischenlager der KWD des ehemaligen Ziehwerkes Delitzsch. Auch in anderen Zusammenhängen sollten die sächsischen Staatsanwaltschaften eigentlich von Amtswegen ermitteln.

Das Ziel der Bürger ist jedoch nicht die „Beseitigung“ der KWD, sondern die Beseitigung von Ursachen für exorbitant hohe Abfallgebühren. Die Sendung „Umschau“ des MDR berichtete von 438 im Jahr für einen 4-köpfigen Haushalt im Delitzscher Raum. Der Vergleichshaushalt im Saalekreis bezahlt lediglich 139 pro Jahr. Das ist eine Menge Geld für den Normalbürger. Wenn man von Beschimpfungen oder Schmähungen der Mitarbeiter unserer kommunalen Betriebe Kenntnis hat, dann sollte man Ross und Reiter nennen. Der Verein und alle engagierten Bürger distanzieren sich von derartigen Verhaltensweisen und möchten nicht mit in dieser Art und Weise handelnden Personen in Zusammenhang gebracht werden.

Sauberes Delitzscher Land“ e.V., Delitzsch


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